Korruptionsbekämpfung

Hinweise zum Thema Korruptionsbekämpfung
(Stand: 02. November 2012)

Die Bundesregierung setzt sich im Rahmen einer werte- und interessenorientierten Außenpoli­tik weltweit für eine Bekämpfung der Korruption im internationalen Geschäftsver­kehr ein.

Korruption ist strafrechtlich relevant, mindert die Wettbewerbsfähigkeit auch deutscher Unterneh­men im Ausland und schadet der Volkswirtschaft des Staates, in der sie vorkommt. Die OECD Working Group on Bribery regt in ihren Empfehlungen zur Bekämpfung der Beste­chung ausländischer Amtsträger an, die Rolle der deutschen Auslandsvertretungen bei der Korruptionsbekämpfung auszubauen.

Die deutsche Außenwirtschaftsförderung hat diese Maßgaben zu berücksichtigen: Die Bundesregie­rung hat ein Interesse daran, dass wirtschaftliche Erfolge deutscher Unternehmen im Ausland im Einklang mit Recht und Gesetz zustande kommen und dass "Made in Ger­many" im Ausland für gutes und faires Unternehmertum steht.

Dies deckt sich mit der Linie in deutschen Unternehmen, die vor dem Hintergrund großer Korruptionsfälle in den vergangenen Jahren interne und externe Maßnahmen für ein regelgerech­tes Verhalten bei Auslandsaktivitäten (Compliance) verstärkt und zu einem wesentli­chen Teil ihrer Geschäftsprozesse gemacht haben.

Die Unterstützung deutscher Unternehmen im Ausland umfasst Sensibilisierung und Beratung zu Compliance-Fragen.

 

2. Die Rolle der Botschaften, hier: Botschaft Bangkok

Den Auslandsvertretungen kommt bei der Bekämpfung der Korruption im Ausland eine beson­dere Rolle zu: Sie sind Ansprechpartner der im Ausland tätigen deutschen Unternehmen und gewinnen einen unmittelbaren Eindruck der wirtschaftlichen und rechtlichen Bedingun­gen im Gastland. Deutsche Unternehmen werden von den Auslandsvertretungen daher in geeigne­ter Weise unterstützt, sich "compliant" - also in Übereinstimmung mit deutschen und im Gastland geltenden Gesetzen - zu verhalten. Insbesondere kleine und mittlere deutsche Unternehmen werden zu Compliance-Fragen in geeigneter Weise sensibilisiert und beraten.

Die Auslandsvertretungen führen anlassbezogen und unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten Aktivitäten durch, die zur Sensibilisierung und Beratung bei Compliance-Fra­gen beitragen. Diese umfassen etwa eine vertiefte Kooperation mit den Auslandshandelskam­mern zu Fragen der Korruptionsbekämpfung, Informa­tions­ver­an­stal­tungen, auch in Kooperation mit den Mittlern der Außenwirtschaftsförderung und/oder den Mittlern der Entwick­lungszusammenarbeit.

Die Auslandsvertretungen bieten keine einer anwaltlichen Beratung vergleichbare Rechtsbera­tung im Einzelfall an.

 

3. Ansprechpartner für Compliance

Ansprechpartner für Compliance-Fragen an der Botschaft Bangkok ist Frau Ursala Lerbs.

Zu allem Weiteren siehe das BMWi/BMJ-Merkblatt "Korruption vermeiden"


 

Korruption vermeiden [pdf, 86.4k]

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